Willkommen auf den Seiten der hausärztlichen Praxisgemeinschaft von

Monika Kaminski, Fachärztin für Allgemeinmedizin und Psychotherapie, 
Dr. med. Laurens Kils-Hütten, Facharzt für Allgemeinmedizin, und 
Dr. med. Wolfgang Rektor, Facharzt für Innere Medizin und Geriatrie.

Aktuell nehmen die Corona-Fallzahlen leider wieder zu. Bis auf weiteres bieten wir weiterhin folgende Kernöffnungszeiten an. Allerdings möchten wir nochmals dringend darum bitten, nur mit Termin in die Praxis zu kommen.

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag
8 - 12 8 - 12 8 - 12 8 - 12 8 - 12
16 - 18 16 - 18 16 - 18

Bitte kommen Sie grundsätzlich nur nach vorheriger Terminabsprache in die Praxis.

Sonst ist es uns unter Anderem nicht möglich, Ihnen einen Aufenthalt im Wartezimmer mit Einhaltung angemessener Abstandsregeln zu ermöglichen. Daneben sind - nach Verinbarung - auch Termine außerhalb der genannten Kernöffnungszeiten möglich.

Kommen Sie insbesondere nicht ohne Termin in die Praxis, wenn sie an einer akuten Inektion leiden. Das kann ein einfacher Schnupfen sein, eine Druchfallerkrankung, oder eben der Verdacht auf COVID-19. Für diese Fälle halten wie weiterhin ein spezielles Kontingent an Terminen im Rahmen einer Infektsprechstunde vor.

In den letzten Wochen wurde uns wiederholt berichtet, dass wir telefonisch zu schwer zu erreichen seien. Offensichtlich liegen hier zwei Probleme zu Grunde.

  • Gelegentlich scheint die Weiterleitung auf unser Wartefeld nicht zu funktionieren. In solch einem Fall hören Sie leider einfach nur ein anhaltendes Freizeichen, ohne dass Ihr Anruf durchgestellt wird. Sollte dies der Fall sein legen Sie bitte auf, und versuchen es erneut.
  • Sie hören eine Ansage (gesprochen durch Dr. Kils-Hütten) und anschließend Musik, aber sie haben das Gefühl, sie werden trotzdem nicht durchgestellt. In diesem Fall haben Sie bitte Geduld. Ihr Anruf ist durch gegangen, und wird beantwortet, sobald eine Mitarbeiterin die Gelegenheit dazu hat.

In diesem Zusammenhang möchten wir dann auch nochmals darauf hinweisen, dass wir in Folge der Corona-Krise wirklich alle Hände voll zu tun haben, und dieses zum Teil auch mit "aus hygiene-taktischen Gründen" ausgedünntem Personal leisten müssen.

In den letzten Tagen werden wir wiederholt um Abstriche auf Corona-Virus zum Beispiel auf Wunsch von Arbeitgebern gebeten. Dabei geht es darum, sicher zu stellen, dass Arbeitnehmer nur zur Arbeit kommen, wenn "bewiesen" ist, dass sie keine Corona-Virusinfektion haben - einige sprechen daher von "freitesten".

Die Kassenärztliche Vereinigung hat kürzlich nochmals klar gestellt, dass solche Art von Diagnostik eindeutig keine Kassenleistung ist. Ggf. können die Kosten jedoch vom Arbeitgeber übernommen werden.

Es handelt sich letztlich um eine sogenannte Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL)

Die Kosten für einen einmaligen Abstrich auf SARS-CoV2 liegen einschließlich Abstrichentnahme und Befundmitteilung bei rund 160 €.

Unbenommen sind Corona-Test im Rahmen der Diagnostik von Atemwegsbeschwerden, plötzlichem Verlust des Geschmackssinns oder unklaren Fiebererkrankungen natürlich weiterhin eine Kassenleistung. Wichtig ist in jedem Fall die vorherige telefonische Terminvereinbarung.

Dieser Tage werden wir häufig gefragt, ob wir Antikörper-Tests auf COVID-19 durchführen. Das Interesse am eigenen "Immunstatus" bezüglich des Corona-Virus können wir gut verstehen. Dennoch gibt es folgendes zu bedenken:

  • Der Test wird bis auf weiteres nicht von der Krankenkasse übernommen. Die Kosten von rund 55 € einschließlich Blutentnahme und Beratung müssten als individuelle Gesundheitsleistung selbst getragen werden.
  • Die Aussagekraft des Tests ist derzeit noch eingeschränkt:
    • Da die tatsächliche Durchseuchungsrate, die sogenannte Prävalenz noch nicht bekannt ist, ist auch die Vorhersagekraft des Tests noch nicht bekannt. Sie kann ja nach Grundannahmen zwischen 50 und 90% liegen (ersteres wäre nicht besser als eine Münze zu werfen ...)
    • der Antikörpertest kann nicht anzeigen, ob man infektiös ist, oder nicht. Im Gegenteil, ein positiver Antikörpertest würde die Frage aufwerfen, ob nicht aktuell noch eine ansteckende Infektion vorliegt. Das heißt es wäre dann ggf. noch einmal ein Abstrich notwendig.
  • In den meisten Fällen wird sich aus dem Testergebnis keine medizinische Konsequenz ergeben, und es bestünde das Risiko, dass bei einer vermeintlich bestehenden Immunität sinnvolle Hygienemaßnahmen vernachlässigt würden.
  • Schließlich hat das Labor mit dem wir zusammen arbeiten weiterhin Mühe ausreichen Nachschub an Reagenzien zu erhalten. Zum Teil dauert es mehrere Tage, bis Testergebnisse mitgeteilt werden können. Aus ethischen Gründen sollte daher auf Tests "einfach um mal zu gucken" verzichtet werden.

Das wichtigste bleibt nach wie vor, dass wir alle die gut etablierten Hygiene-Regeln einhalten, und uns ggf. untersuchen lassen, bzw. ärztlichen Rat einholen, sollten Symptome wie Husten, Halsweh, Verlust des Geschmacks- und Geruchssinns oder Fieber auftreten.